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soooo.. aufgrund vieler nachfragen werde ich hier mal den Brief von Benji abschreiben.

Auch dir ein Hallöchen,

na? Ich habe Deinen „schlauen Aufklärungsversuch“ von „va te faire foutre“, was man übrigens mit einem „t“ schreibt, via äußerst hübscher Postkarte – danke noch mal – heute bekommen. Ich kenne Dich zwar nicht persönlich – zum Glück – und deshalb nimm es mir bitte nicht übel wenn ich Dich als besserwisserische, klassenüberspringende Zimtzicke, die Dünnschiss labert, bezeichne/darstelle. Denn dafür, dass Du ja so unglaublich schlau sein sollst, hast du keine Ahnung, wovon du redest.

Fangen wir doch mal mit deinem Kommi auf dem Photo an. Du hast geschrieben: „ ..., ihr Männer seid doch alle gleich, versprecht, jeden Sonntag anzurufen, aber tut es nicht...“ Und übrigens, nein, ich habe es dir damals nicht übel genommen. Ich habe allerdings mich an Deiner Stelle vorgestellt. [Die ersten Sonntage war ich leider immer kurzfristig verhindert – partying eben, aber sorry, so was kennst Da ja sicher nicht, aber dazu mehr später.] Mich hätte es jedenfalls aufgeregt wenn da jemand fremdes mehrmals die Woche anrufen würde. Außerdem wollte ich euch nicht in eurer Anfangszeit stören. Sorry, wenn das jemand in den falschen Hals gekriegt hat. Aber trotzdem danke, dass Du es mir gesagt hast, denn damit hast du mir den Anstoß wiedergegeben! Und nun zu deiner Postkarte L.

Du hast schon Recht, dass „faire + substantive“  = Aktion; activ AAAAABER: „faire + verbe“ = Aktion passiv. So, hätten wir das schon mal geklärt. Behandeln wir nun die Funktion von „foutre“ Ich habe hier zu Hause das gute Multi und ich schreib’ Dir mal, was da über „foutre“ steht:

 
FOUTRE      v. tr., pronom.
verbe transitif
  1. (fam.) Faire. Qu’est-ce que tu fous ici ?SYN. fabriquer.
  2. (fam.) Mettre. Où avez-vous foutu vis maillots ?
verbe pronominal
  1. (fam.) Se moquer, se ficher. Il se fout d’eux.
  2. (fam.) Se jeter. Ils se sont foutus à l’eau tout habillés. SYN. Se jeter ; se lancer
À la forme pronominale, le participe passé s’accorde toujours en genre et en nombre avec le sujet.

Conjugation [vois modèle – fendre]

Indicatif présent Je fous, nous foutons. Imparfait Je foutais. Futur Je foutrai. Conditionnel présent Je foutrais. Subjonctif présent Que je foute, que nous foutions. Participe présent Foutant. Passé Foutu, ue.
Le passé simple et l’imparfait du subjonctif n’existent pas.
 
 

So, wo stand da was bitteschön von « Bullensperma » ? Also ich sehe da nix von! Wie Du mit Deinem Intellekt sicher auch schon erkannt hast, ist „foutre“ ein Verb! Ahaaaaaa! Wir wiederholen: „faire + substantive“  = Aktion; activ; „faire + verbe“  = Action, passiv. ZUSÄTZLICH, „faire + substantive“ = machen; „faire + verbe“ = et veranlassen/ lassen. Da wir nun ein Verb haben, hieße es: „Geh Bullensperma lassen!“. Hört sich nicht an und geht auch nicht! Es ist und bleibt „ Fick dich ins Knie“ auf Deutsch.

Nun zu der Anwendung des Ausdrucks. Wie kannst Du DEINE Beziehung mit DEINER Gastmutter mit MEINER Beziehung zu MEINER Gastmutter vergleichen??? Ich bin nun mal das genaue Gegenteil von Dir! Ich esse gerne Fleisch. Ich liebe es. Und meine Gastmum aß es auch sehr; sehr gerne. Wir saßen in den Ferien oft bis 3 Uhr morgens vor der Glotze, hörten klassische Musik und philosophierten vor uns hin. Und auch ansonsten in der Woche waren wir öfters bis 10, halb 11, 11 auf und dann gabs auch mal ’ne kleine Bierparty J. Und jetzt vergleichen wir ; und auch mal ganz objektiv. Du bist Vegetarierin. Du hast sie angesteckt. Ihr geht normalerweise um 9, halb 10 ins Bett, außer wenn Charmed läuft, dann um 10. Euer erstes Bier war an Deinem Geburtstag – herzlichen Glückwunsch nachträglich übringens. Und noch ein wichtiger Unterschied. Du scheinst sehr die Vernünftige zu sein. Ich dagegen bin eher der wilde Typ. Ich fluche gerne und es hat mir immer Spaß gemacht, wenn sich meine Gastmutter aufgeregt hat. Doch es war nie schlimm. (Ich kannte meine Grenzen. Nicht vor David fluchen und das habe ich auch nicht gemacht. Außer wenn ich ihn nicht bemerkt hatte – lol -) Es war eben UNSERE Art zu zeigen, dass wir uns mögen. Eine Geschichte dazu: Julia, die ehemalige Gastschwester von Vienna erzählte mal, dass Viennas Eltern von ihr wissen wollten, was „bitch“, „asshole“ und „fuck you“ auf Deutsch heiße. Und nun, die Pointe: Nicht immer, aber immer öfters kam es vor, dass er sie mit: „Hallo Schlampe“ und sie ihn mit: „Hallo Arschloch“ begrüßte. Meine Gastmum und ich waren da nicht anders. Wir streiten uns nicht. Ich trotze auch nicht! Das ist meine Art, um „je t’aime, maman“ zu sagen. Vielleicht hat sie das inzwischen schon vergessen bei einer so langweiligen, spießigen – und den Rest kannst Du Dir ja denken – Person wie Dir!

In ewigem Hass,

Dein Vorgänger

 
 

PS.: Jede einzelne dieser Beleidigungen Dir gegenüber ist gewollt und sie gehören nicht dem „Piep, piep, piep – ich hab dich trotzdem lieb“ Prinzip an.

10.12.06 22:13
 


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